Zum ersten Mal seit 2017 gewinnt der WFV die Floorball Bundesliga der Damen. In einem nervenaufreibenden zweiten Finalspiel in der Altgasse besiegten unsere Damen die SPG HSI/Wikings Zell mit 6:4 (0:1, 4:3, 2:0) und krönten sich mit einem „Sweep“ in der Best-of-3-Serie zum österreichischen Staatsmeister 2025/26.
Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg fehlte noch zum großen Ziel. Doch die Gäste aus Zell/Innsbruck machten es unseren Damen alles andere als leicht und forderten das Team bis zur letzten Sekunde alles ab.
Kalte Dusche und heroische Aufholjagd
Das Spiel startete denkbar ungünstig. Zell ging bereits in der ersten Minute in Führung und erhöhte kurz nach Beginn des zweiten Drittels sogar auf 0:2. Die Altgasse hielt kurz den Atem an, doch dann startete die Aufholjagd. Milena Kasper (#12) erlöste die Fans in der 23. Minute mit dem ersten Wiener Treffer. Zwar antworteten die Wikings prompt mit dem 1:3, doch dann lief die WFV-Maschinerie heiß. Innerhalb von nur vier Minuten drehten Elke Huemer (#24), Sarah Wratny (#45) und Anna Meusburger (#9) die Partie unter tosendem Applaus zur erstmaligen 4:3-Führung. Dass Zell noch vor der zweiten Pause zum 4:4 ausgleichen konnte, sorgte für Hochspannung pur vor dem letzten Spielabschnitt.
Der goldene Treffer bricht den neunjährigen Bann
Im entscheidenden Drittel bewies der WFV Champion-Mentalität.
Die schwarz-weiß-pinke Defensive rund um das gesamte Team ließ nichts mehr anbrennen.
Unsere Torfrau Minna Paasu (#87) lieferte mit 14 Saves eine bärenstarke Leistung ab und hielt den Kasten im Schlussdrittel sauber. In der hitzigen Atmosphäre der Altgasse war die Anspannung förmlich greifbar, als beide Teams verbissen um jeden Zentimeter Boden kämpften. Mit unbändigem Willen erarbeiteten sich unsere Damen Chance um Chance. In der 43. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung: Das offizielle „Game Winning Goal“ vom Sarah Wratny (#45) zum 5:4 ließ die Halle beben. Den Schlusspunkt einer unglaublichen Saison setzte Silvia Hoffmann (#21), die in der 50. Minute nach Zuspiel von Anna Meusburger zum 6:4-Endstand einnetzte.
Wien ist wieder Schwarz-Weiß-Pink
Als die Schlusssirene ertönte, brachen in der Altgasse alle Dämme. Spielerinnen, Trainer und Fans lagen sich in den Armen. Nach neun Jahren ist der Pokal endlich wieder dort, wo er hingehört.
Die nackten Zahlen des Triumphs
- Vierfacher Champion: Mit dem Erfolg 2026 krönt sich der WFV zum insgesamt vierten Mal zum österreichischen Staatsmeister der Damen (nach 2011, 2014 und 2017).
- Milena Kasper (#12): Ein Tor und drei Vorlagen – eine absolute Leader-Performance.
- Anna Meusburger (#9): Ein Treffer und zwei Assists.
- Sarah Wratny (#45): Doppelpack und Schützin des entscheidenden Tores.
- In der gesamten Saison 2025/26 blieb der WFV gegen österreichische Konkurrenten komplett ungeschlagen – eine beeindruckende Bilanz auf dem Weg zum Titel.
DANKE an alle Fans, die die Altgasse in einen Hexenkessel verwandelt haben.


